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Meister:in des Jahres 2026

Die Obfrau der ARGE Meister OÖ Daniela Burgstaller präsentierte die Meister des Jahres 2026. „Jede Meisterprüfung ist eine besondere Leistung. Die Anforderungen an das Engagement und das Zeitmanagement der Meister sind hoch, die zu erbringenden Arbeiten erfordern einiges an Aufwand“, betont Burgstaller. Aus der Gruppe der heurigen Meisterinnen und Meister wurden fünf Personen benannt, die sich auf unterschiedliche Weise besonders hervorgetan haben.
Georg Bruneder mit MeistertafelGeorg Bruneder mit MeistertafelGeorg Bruneder mit Meistertafel[1781765622739419.jpg]
Georg Bruneder © Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle OÖ

Ing. Georg Bruneder – Meister Forstwirtschaft, Taufkirchen/Pram, Schärding

Bruneder wuchs auf dem elterlichen Betrieb in Taufkirchen an der Pram auf. Schon früh entwickelte er eine große Begeisterung für die Land- und Forstwirtschaft. Im Jahr 2016 stellte die Familie den Betrieb von Milchkühen auf Merino-Landschafe um. Heute halten sie rund 160 Mutterschafe, wobei der Schwerpunkt auf Fleischproduktion und Zucht liegt.
Der Betrieb umfasst etwa 40 Hektar Acker- und Wiesenflächen sowie weitere 10 Hektar Wald. Für Georg stand schon früh fest, dass er den Hof übernehmen und die Waldhelfertätigkeit seines Vaters weiterführen möchte. Bereits seit seinem zwölften Lebensjahr begleitet er ihn regelmäßig in den Wald. Der Werkstoff Holz wurde dabei schnell zu seiner großen Leidenschaft.
Diesen Weg verfolgte er konsequent: Er begann eine Lehre als Zimmereitechniker und entwickelte sich über die HTL für Holztechnik bis zum Holzbaumeister weiter. Die Herkunft des Rohstoffs Holz war ihm dabei immer ein besonderes Anliegen. Ende 2024 wagte Georg schließlich den Schritt in die Selbstständigkeit im Bereich Forst und Holzbau. Dabei begleitet er Projekte oft vom Holzeinschlag bis hin zum fertigen Dachstuhl.
Mit seiner forstwirtschaftlichen Meisterausbildung sorgt er nicht nur dafür, dass der eigene Wald nachhaltig und zukunftsfit bewirtschaftet wird, sondern unterstützt auch andere Waldbesitzer mit fachgerechter Beratung und Betreuung ihrer Flächen. Auch in seiner Freizeit zieht es Georg in den Wald: Als passionierter Jäger genießt er die Ruhe gemeinsam mit seiner Deutsch-Kurzhaar-Hündin Aria und lauscht dem Wald – ganz ohne Motorsäge.
Natalie Kehrer mit MeistertafelNatalie Kehrer mit MeistertafelNatalie Kehrer mit Meistertafel[1781765619624671.jpg]
Natalie Kehrer © Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle OÖ

Natalie Kehrer – Meisterin Gartenbau, Mauthausen, Bezirk Perg

Kehrer lebt mit ihrem Mann in Mauthausen. Der Heimatort und das Zuhause befindet sich nur rund zehn Minuten Autofahrt vom eigenen Betrieb entfernt.
Sie ist ein sehr naturverbundener Mensch und findet es faszinierend, was uns die Natur, die Pflanzen und die Tierwelt lehren. Diese geerdete und traditionelle Einstellung, die sie schon ein ganzes Leben begleitet, lässt sie die kleinen Dinge wertschätzen. Die Faszination der Pflanzenwelt weckte die Neugierde in ihr. Ihre Liebe zur Natur und die Motivation Neues zu erlernen, ließ Natalie einige Abschlüsse absolvieren.
Kehrer ist gelernte Floristin, landwirtschaftliche Gärtnerin, diplomierte Kräuterpädagogin und Imkerin. Mit der Entstehung und der Philosophie des Betriebes ließ sie die Floristik jedoch nie ganz los. Wie so oft in Leben traf Natalie daher eine bewusste Entscheidung, auch in diesem Bereich den Meister zu machen. Mit dem klaren Ziel, eines Tages die Gärtnerei FeldBlume als einen landwirtschaftlichen Betrieb im Vollerwerb zu führen.
Durch ihre Begeisterung für diese Branche qualifizierte sie sich für die Europameisterschaft der Gärtner. Gemeinsam mit dem internationalen Team konnten sie den ersten Platz erreichen, mit dem österreichischen Team erzielten sie den zweiten Platz. Diese Erfahrung bestärkte Natalie nachhaltig in ihrem Tun und bestätigte, dass sie mit ihrem Weg richtig liegt.
Im Moment arbeitet Kehrer noch hauptberuflich in einer Gärtnerei. Natalie hat im Betrieb die Leitung der Produktion über, wo sie im Jahr zwei Praktikanten das Handwerk beibringen darf. Es bereitet ihr viel Spaß, den jungen Köpfen den Beruf des Gärtners zu lernen und ihr Wissen an diese zu vermitteln.
Zu ihren Hobbys zählt Sport und soziale Kontakte pflegen. Seit 14 Jahren ist sie eine motivierte Judokerin. Gemeinschaft ist ihr sehr wichtig, daher engagiere sie sich im Vorstand der OÖ-Junggärtner, wo Natalie Stellvertretende Obfrau ist. Weiters ist sie Mitglied bei den Ortsbäuerinnen Katsdorf. Ihre restliche Zeit verbringt sie gerne im Stall bei den Milchkühen
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Sandra Neudorfer © Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle OÖ

Ing. Sandra Neudorfer – Meisterin Landwirtschaft, Neukirchen an der Vöckla, Bezirk Vöcklabruck

Ing. Sandra Maria Neudorfer wuchs mit ihren zwei Brüdern auf einem Milchviehbetrieb auf. Trotz schwieriger finanzieller Ausgangslage entwickelte sich der elterliche Betrieb – nach dem Bau eines neuen Laufstalls im Jahr 2011 – zu einem wirtschaftlich gesunden Hof mit rund 70 Kühen. Diese Entwicklung prägte ihre Kindheit und begründete ihren heutigen Antrieb, selbst einen Betrieb aufzubauen.
Nach der Neuen Mittelschule entschied sie sich für eine landwirtschaftliche Ausbildung an der HBLA Elmberg. Praktische Erfahrungen sammelte sie unter anderem als Sennerin, auf einem großen Milchviehbetrieb in Schweden sowie als Fütterungsberaterin. Anschließend startete sie bei der Firma Lely als Herdenmanagementberaterin, übernahm nach 2,5 Jahren die Abteilungsleitung und führte zuletzt ein Team von zehn Personen. Parallel dazu erlangte sie den Ingenieurstitel im Agrarbereich.
Während ihrer Ausbildung in Elmberg übernahm ihr Partner 2018 den Betrieb seiner Großeltern, der jedoch in keinem zukunftsfähigen Zustand war. Daher entschieden sie sich für einen kompletten Neustart und errichteten einen neuen Milchviehstall für rund 90 Kühe mit Melkroboter sowie eine Fahrsiloanlage und eine Güllegrube. In den Jahren 2020 bis 2021 folgten ein drittes Fahrsilo und der Umbau des alten Heubodens zu Wohnraum.
Zusätzlich bewirtschaften sie einen zweiten Betrieb in etwa drei Kilometern Entfernung; die Jungviehaufzucht erfolgt am elterlichen Hof ihres Partners. 2023 beschlossen sie schließlich, dass Sandra vollständig in den Betrieb einsteigt, um dessen Potenzial optimal zu nutzen.
„Stillstand ist Rückschritt“ ist für Neudorfer ein prägender Leitspruch und zugleich ihre Motivation für die Meisterausbildung: „Sie bietet mir die Möglichkeit, mich intensiv mit unserem Betrieb auseinanderzusetzen und das nötige betriebswirtschaftliche Know-how aufzubauen, um ihn gezielt zu steuern und weiterzuentwickeln.
“ In ihrer Freizeit verbringt Sandra gern Zeit mit Familie und Freunden, ist in der Natur unterwegs, liest oder entspannt beim Wellnessen. Sie engagiert sich zudem in der Ortsbauernschaft und verarbeitet leidenschaftlich Lebensmittel selbst – mit dem Anspruch, genau zu wissen, was darin steckt.
Johannes Öttl mit MeistertafelJohannes Öttl mit MeistertafelJohannes Öttl mit Meistertafel[1781765616830848.jpg]
Johannes Öttl © Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle OÖ

Johannes Öttl – Meister Landwirtschaft, Neustift im Mühlkreis, Bezirk Rohrbach

Öttl wuchs mit vier Geschwistern am bäuerlichen Betrieb in Neustift im Mühlkreis beziehungsweise am damaligen Hauptwohnsitz in Niederranna, dem Elternhaus der Mutter, auf.
Seit dem Beginn der Lehrzeit als Maurer im Jahr 2011 lebt Johannes ständig am Hof. Da seine Eltern zu dieser Zeit noch ein paar Jahre vom Pensionsalter entfernt waren, konnte er die Lehre recht entspannt absolvieren und viele praktische Erfahrungen sammeln. Im Zuge der Lehre absolvierte Johannes auch die Berufsreifeprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Bautechnik. 2015, nach abgeschlossener Lehre und Zivildienst, stieg er zum Vorarbeiter auf und errichtete bis zum Jahr 2022 zahlreiche Einfamilienhäuser, Garagen, Pools, Stützmauern und auch landwirtschaftliche Gebäude.
Seit 2018 ist Öttl Bewirtschafter und beschäftigt sich intensiver mit dem landwirtschaftlichen Betrieb, auf dem, bei etwa 18 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, 12 Milchkühe und deren Nachzucht gehalten werden. Im Bereich der Nachzucht zieht Öttl einerseits Kalbinnen, andererseits auch Mastrinder auf.
2018 lernte Öttl seine Freundin Kerstin kennen. Mittlerweile sind die Beiden schon acht Jahre zusammen und haben gemeinsam drei Kinder. Diese erfüllen den Hof mit jeder Menge Leben und sind der ganze Stolz von Johannes und Kerstin.
„Für die Zukunft plane ich, wenn möglich, einen Einstieg in den Vollerwerb. Im Zuge meiner Meisterarbeit habe ich dies mit dem Projekt ,Einstieg in die Bio-Hühnermast als zweites Standbein‘ zu lösen versucht. Allerdings bin ich aufgrund von hohen Gebäude- und Finanzierungskosten auf langfristig negative Kapitaldienstgrenzen und so noch nicht auf des Rätsels Lösung gestoßen“, erläutert Öttl seine Beweggründe, die Meisterausbildung zu machen.
Seine Freizeit verbringt Johannes am liebsten mit seiner Familie oder mit Freunden. Zu den weiteren Hobbies zählen Sport, Wandern und Grillen. Auch die Imkerei bereitet ihm viel Freude.
Georg Hobiger mit MeistertafelGeorg Hobiger mit Meistertafel[1781766120755630.jpg]

Georg Hobiger – Meister Fischereiwirtschaft, Ulrichs bei Weitra, Waldviertel

Hobinger wohnt auf einem kleinen Bauernhof in Ulrichs bei Weitra im Waldviertel in Niederösterreich. Von Kindheit an hat ihn Wasser und alles, was in und darauf lebt, interessiert. Mit sechs Jahren bekam er von seinen Eltern ein Aquarium und von da an stand fest, dass er einen Teich will. Anfangs war es ein Biotop im Garten, bis er mit 14 Jahren seinen ersten Teich mit 0,4 Hektar pachten durfte. Inzwischen sind es fünf Teiche mit gesamt 1,2 Hektar, die Hobinger privat bewirtschaftet.
Hobinger schloss eine Lehre als Kunststofftechniker ab. Im Jahr 2017 absolvierte er auf dem zweiten Bildungsweg in der Abendschule den Landwirtschaftlichen Facharbeiter im LBZ-Edelhof. Nach diesem beruflichen Abstecher landete er 2019 bei der Fürstenberg‘schen Forst & Güterdirektion, wo er Leidenschaft und Hobby zum Beruf machen konnte. Durch die betriebliche Unterstützung konnte er von 2019-2021 die Ausbildung zum Fischereifacharbeiter absolvieren. Im Jahr 2023 übernahm er die Leitung der Teichwirtschaft mit ca. 40 Hektar Teichfläche. 2023 bis 2026 absolvierte er die Ausbildung zum Meister Fischereiwirtschaft in Scharfling.
n seiner Meisterarbeit „Produktionssteigerung & Modernisierung in der Karpfenteichwirtschaft“ beschäftigte Hobinger sich mit verschiedenen Bewirtschaftungsoptionen und den daraus resultierenden Investitionen. Schwerpunkt in der Arbeit ist der Neubau einer Hälteranlage, um im Einklang mit der Natur das Maximum an gesunden Speisefischen zu produzieren. Diese Fische werden ganzjährig jeden Freitag im betriebseigenen Hofladen verkauft.
Eine große Leidenschaft Hobingers ist auch die Jagd, die er mit seinem Hund, so oft es ihm möglich ist, ausübt. Am elterlichen Betrieb züchtet er im Nebenerwerb Ungarische Zackelschafe und bewirtschaften gemeinsam mit der Familie ca. 20 Hektar Landwirtschaft.
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