Wie innovativ ist Green Care?
Ein Blick auf die rund 140 zertifizierten Green Care-Betriebe in Österreich zeigt zunächst eines: Kein Hof gleicht dem anderen. Die Angebote sind so vielfältig wie die Menschen, die sie entwickeln. Sie reichen von Bauernhofkindergärten und Beschäftigungsprojekten für Menschen mit Behinderung über tiergestützte Therapieangebote, Senioren-WGs und -Tageszentren bis hin zu gesundheitsfördernden Projekten am Hof.
Beispiele zeigen, wie unterschiedlich diese Vielfalt in der Praxis aussehen kann:
Beispiele zeigen, wie unterschiedlich diese Vielfalt in der Praxis aussehen kann:
- Am Impuls-Hof von Rupert Hobl und Renate Höfler in Stössing (Niederösterreich) ist mit der Green Care-Privatschule „Entdecker-Zeit“ eine Schule direkt am Bauernhof entstanden, die sich an Kinder mit besonderem Förderbedarf und unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen richtet. In kleinen, altersgemischten Gruppen lernen die Kinder praxisnah, handlungsorientiert und mit allen Sinnen – draußen in der Natur und bei der gemeinsamen Arbeit am Hof. Tiere und natürliche Abläufe geben Struktur, fördern Selbstvertrauen und stärken soziale Kompetenzen.
- Einen ganz anderen Weg haben Petra und René Inkret mit ihrem Biohof Hofwiesler im Lavanttal (Kärnten) eingeschlagen. Sie verbinden Landwirtschaft, Kunst und Gesundheitsangebote zu einem kreativen Gesamtkonzept. Im Mittelpunkt stehen Keramikworkshops, Brotbackkurse, mehrtägige Auszeiten mit Yoga-Einheiten und tiergestützten Aktivitäten sowie Feriencamps für Kinder. Die Teilnehmenden arbeiten im Atelier, sind in den Hofalltag eingebunden und nutzen die ruhige Lage bewusst zur Entschleunigung.
Betriebliche Innovation: Neue Wege in der Diversifizierung
So unterschiedlich diese Beispiele sind, sie haben etwas gemeinsam:
Die vorhandenen Ressourcen des Hofes – seine Flächen, Tiere und Gebäude – werden neu genutzt und mit fachlichen Qualifikationen im pädagogischen, sozialen oder gesundheitlichen Bereich verbunden. Mit Green Care bleibt der Hof nicht nur Produktionsort, sondern wird zum Ort für soziale Dienstleistungen. Neue Zielgruppen werden erschlossen, neue Formen der Zusammenarbeit und der Wertschöpfung entstehen – ausgehend von den bestehenden Ressourcen. Die Vielfalt der Angebote entsteht jedoch nicht zufällig. Die Entwicklung von Green Care-Projekten folgt einer klaren Struktur.
Grundsätzlich lassen sich zwei Ausrichtungen unterscheiden:
Angebote für den freien Markt – etwa gesundheitsfördernde Auszeiten, therapeutische Angebote oder Bildungsformate – und Leistungen, die in Zusammenarbeit mit Sozialträgern, Ländern und Gemeinden entstehen und über öffentliche Systeme (mit)finanziert werden. Dazu zählen etwa institutionelle Betreuungsangebote für Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung. Viele Angebote entstehen zudem an Schnittstellen – nicht nur zwischen Landwirtschaft, Bildung, Gesundheit und Sozialem, sondern auch im Übergang zum Gewerbe.
Genau hier zeigt sich die besondere Dynamik von Green Care:
Dienstleistungen, Zielgruppen und Rechtsformen werden auf neue Weise miteinander verbunden – das erfordert mitunter auch Mut und die Bereitschaft zu einer veränderten unternehmerischen Haltung. In diesem Sinn lässt sich Green Care als besonders innovative Form der Diversifizierung verstehen.
Die vorhandenen Ressourcen des Hofes – seine Flächen, Tiere und Gebäude – werden neu genutzt und mit fachlichen Qualifikationen im pädagogischen, sozialen oder gesundheitlichen Bereich verbunden. Mit Green Care bleibt der Hof nicht nur Produktionsort, sondern wird zum Ort für soziale Dienstleistungen. Neue Zielgruppen werden erschlossen, neue Formen der Zusammenarbeit und der Wertschöpfung entstehen – ausgehend von den bestehenden Ressourcen. Die Vielfalt der Angebote entsteht jedoch nicht zufällig. Die Entwicklung von Green Care-Projekten folgt einer klaren Struktur.
Grundsätzlich lassen sich zwei Ausrichtungen unterscheiden:
Angebote für den freien Markt – etwa gesundheitsfördernde Auszeiten, therapeutische Angebote oder Bildungsformate – und Leistungen, die in Zusammenarbeit mit Sozialträgern, Ländern und Gemeinden entstehen und über öffentliche Systeme (mit)finanziert werden. Dazu zählen etwa institutionelle Betreuungsangebote für Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung. Viele Angebote entstehen zudem an Schnittstellen – nicht nur zwischen Landwirtschaft, Bildung, Gesundheit und Sozialem, sondern auch im Übergang zum Gewerbe.
Genau hier zeigt sich die besondere Dynamik von Green Care:
Dienstleistungen, Zielgruppen und Rechtsformen werden auf neue Weise miteinander verbunden – das erfordert mitunter auch Mut und die Bereitschaft zu einer veränderten unternehmerischen Haltung. In diesem Sinn lässt sich Green Care als besonders innovative Form der Diversifizierung verstehen.
Soziale Innovation: Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen
Doch Green Care bleibt nicht auf der Ebene des einzelnen Betriebs stehen. Egal, ob Angebote gemeinsam mit Sozialträgern, Gemeinden oder Bildungseinrichtungen entwickelt und umgesetzt oder selbständig am Markt angeboten werden – landwirtschaftliche Betriebe können Teil bestehender Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum werden. Green Care lässt sich daher nicht nur als betriebliche, sondern auch als soziale Innovation verstehen.
So betrachtet liegt die Innovation von Green Care darin, dem Hof und seine vorhandenen Ressourcen neue Funktionen zu geben. Entscheidend ist dabei, dass der landwirtschaftliche Charakter des Hofes erhalten bleibt. Gerade weil der Bauernhof kein künstlich geschaffener Lern- oder Therapieraum ist, sondern ein realer Arbeits- und Lebensort, entfaltet Green Care seine besondere Wirkung.
Autor: Mag (FH) Clemens Scharre, Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH
So betrachtet liegt die Innovation von Green Care darin, dem Hof und seine vorhandenen Ressourcen neue Funktionen zu geben. Entscheidend ist dabei, dass der landwirtschaftliche Charakter des Hofes erhalten bleibt. Gerade weil der Bauernhof kein künstlich geschaffener Lern- oder Therapieraum ist, sondern ein realer Arbeits- und Lebensort, entfaltet Green Care seine besondere Wirkung.
Autor: Mag (FH) Clemens Scharre, Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH
Beratungsmöglichkeiten:
Green Care: DI Heidi Reisner-Reiwöger, 050-6902/1538, heidi.reisner-reiwoeger@lk-ooe.at
Innovation: Mag. Heidemarie Deubl-Krenmayr, 050-6902/1524, heidemarie.deubl-krenmayr@lk-ooe.at
Innovation: Mag. Heidemarie Deubl-Krenmayr, 050-6902/1524, heidemarie.deubl-krenmayr@lk-ooe.at
Weiterbildungsangebot:
Info-Veranstaltung Zertifikatslehrgang Green Care Gesundheit fördern am 09.06.26: www.ooe.lfi.at/nr/1892
Im Oktober startet ein für bäuerliche Betriebe maßgeschneiderter Zertifikatslehrgang, der das Potenzial des Bauernhofes in den Mittelpunkt stellt (zB Ruhe und Entspannung, Natur, Tiere, Wald und Garten, bäuerliche Tätigkeiten im Jahreskreis). Die Teilnehmenden werden befähigt, ein neues Green Care Tätigkeitsfeld am Hof aufzubauen, um so ein weiteres Betriebseinkommen zu erwirtschaften. Durch gezielte Werbe- und Marketingmaßnahmen können neue Zielgruppen für den Bauernhof erschlossen werden – die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß!
Mehr zum Lehrgang: DI Heidi Reisner-Reiwöger, 050-6902/1538, heidi.reisner-reiwoeger@lk-ooe.at
Im Oktober startet ein für bäuerliche Betriebe maßgeschneiderter Zertifikatslehrgang, der das Potenzial des Bauernhofes in den Mittelpunkt stellt (zB Ruhe und Entspannung, Natur, Tiere, Wald und Garten, bäuerliche Tätigkeiten im Jahreskreis). Die Teilnehmenden werden befähigt, ein neues Green Care Tätigkeitsfeld am Hof aufzubauen, um so ein weiteres Betriebseinkommen zu erwirtschaften. Durch gezielte Werbe- und Marketingmaßnahmen können neue Zielgruppen für den Bauernhof erschlossen werden – die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß!
Mehr zum Lehrgang: DI Heidi Reisner-Reiwöger, 050-6902/1538, heidi.reisner-reiwoeger@lk-ooe.at
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